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Wein ABC

Von "Tafeltraube" bis "Tropfen-Bewässerung"

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Tafeltraube: Trauben, die nur zum Verzehr und nicht zur Weinproduktion bestimmt sind. Meist werden dazu spezielle Traubensorten mit festen Fruchtfleisch, wenig Kernen und intensivem Geschmack angebaut. Bedeutende Anbauländer: Türkei, Italien, Spanien, Portugal, USA, Japan, Griechenland, Brasilien.

Tafelwein: Begriff für in Europa hergestellte Wein, die nicht als Qualitätswein eingestuft werden können. In Deutschland braucht Tafelwein keine AP-Nummer (siehe dort, weinwelt 4/03). Wenn die Produktion nicht den üblichen Methoden entspricht, stufen Erzeuger auch ihre Spitzenprodukte zu Tafelwein ab. Daher ist die Bezeichnung nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal.

Taille: Begriff, der in der französischen Weinbereitung verschiedene Bedeutungen hat: Zum einen wird damit ein bestimmtes Reberziehungssystem (siehe dort) bezeichnet, zum anderen steht der Begriff für den Most (siehe dort) aus der zweiten Pressung bei der Herstellung von Champagner (siehe dort).

Tankgärverfahren: Synonym für das Charmatverfahren (sieh dort); die zweite Gärung bei der Schaumweinherstellung findet dabei in einem Drucktank und nicht in der Flasche statt.

Tannin: chemische Verbindung aus der Gruppe der Phenole, die adstringierend (siehe dort) wirkt. Diese finden sich vor allem in den Kernen, Schalen und Stielen der Trauben. Siehe auch Gerbstoffe.

Tastevin: Die "Confrérie des Chevaliers du Tastevin" verwendet diese Verkostungsschale bei ihren Prämierungen. Die Schale enthält kleine Vertiefungen, in denen auch bei Kerzenlicht die Klarheit des Weines geprüft werden kann. Meist wird die Schale in Frankreich verwendet, bei vielen Weintrinkern wird sie inzwischen belächelt.

Tawny: vor allem beim Portwein (siehe dort) gebräuchliche Bezeichnung für einen Wein, der im Fass ausgebaut wird und durch aufspriten (siehe dort) entsteht.

TBA: Abkürzung für Trockenbeerenauslese (siehe dort).

TCA: Abkürzung für Trichlosanisol (siehe dort).

Tenuta: Italienische Bezeichnung für Hof oder Weingut.

Terrassen: Um die Bearbeitung der Weinberge am Steilhang zu erleichtern und Erosion zu vermeiden, werden oft künstliche Terrassen angelegt, auf denen die Reihen dann quer zum Hang verlaufen.

Temperaturregelung: durch Kühlung findet die Gärung (siehe dort) kontrolliert statt, allerdings kann es auch notwendig sein, durch Erwärmung die Gärung zu unterstützen. Das gilt auch für die malolaktische Gärung.

Terroir: viel diskutierter Begriff, der den Einfluss von Boden, Topographie, Mikro- und Mesoklima auf den späteren Wein beschreibt. Während manche Winzer den Einfluss der Weinbereitung ebenfalls dazu zählen, gehen andere davon aus, dass sich die oben genannten Komponenten unabhängig von der Weinbereitung im Wein nieder schlagen.

Tête de Cuvée: in Frankreich Bezeichnung für den besten Wein, bei der Champagnerbereitung der Most (siehe dort) aus dem ersten Pressvorgang.

Thermovinifikation: Verfahren, das vor allem in der Rotweinbereitung ein gesetzt wird; die Maische (siehe dort) wird vor der Gärung erhitzt, um Farbstoffe zu lösen, direkt im Anschluss folgt die Pressung und eine Vinifikation im Stil der Weißweinbereitung. Dadurch entstehen sehr marmeladige, einfache Rotweine.

Toasting: Vorgang, bei dem die inneren Wände eines Holzfasses geflämmt werden; dadurch öffnen sich die Poren des Holzes und der geschmackliche Einfluss auf den Wein wird erhöht. Unterschieden werden die Stufen hell (Vanille), mittel (Karamell) und stark (Kaffee).

Tonneau: in Bordeaux früher gebräuchliches Maß für ein großes Fass mit einem Volumen von 900 Litern, das entsprach vier Barriques à 225 Litern.

Transvasier-Verfahren: Verfahren bei der Schauweinherstellung bei dem die zweite Gärung in der Flasche stattfindet, der Wein zur Entfernung des Bodensatz dann in Drucktanks umgefüllt wird.

Traube: Frucht, die den Grundstoff zur Weinbereitung liefert. Sie kann in verschiedenen Formen von rund über oval bis länglich wachsen und weißt Färbungen von grün, gelb, rosa, rot, blau bis hin zu schwarz auf. Die Beere besteht grob gesagt aus Stielansatz, Fruchtfleisch, Haut und Kernen.

Traubenfäule: durch Pilz, Hefen und Bakterien hervorgerufene Krankheit, die neben Ertragseinbußen auch zu Qualitätseinbußen führt.

Traubenöl: Öl, das durch kaltes oder warmes Pressen aus Traubenkernen gewonnen wird und in der Ernährungslehre als sehr hochwertig gilt.

Trichloranisol: siehe Kork, chemische Verbindung, die für den unangenehmen Geruch und Geschmack im Wein durch unsaubere Korken verantwortlich ist.

trocken: Bezeichnung für Weine, die nicht süß schmecken; der Restzuckeranteil kann abhängig von der vorhandenen Säure zwischen vier und neun Gramm liegen.

Trockenbeerenauslese: reifste Qualitätsstufe deutscher Weine; die Beeren müssen dazu unter Einfluss der Edelfäule (siehe dort) einschrumpfen und ein Mindestmostgewicht von xxx Grad Oechsle erreichen. Wächst nur in seltenen Jahrgängen.

Trollschoppen: Begriff aus der Pfalz, der den letzten "Schoppen" bezeichnet, bevor man sich nachhause "trollt".

Tropfen-Bewässerung: permanente, tropfenweise Bewässerung der Pflanze aus einen Plastikrohr.

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